Gimlet – Cocktail

Sir Thomas Gimlette war ein britischer Marinearzt, der von 1879 bis 1913 diente. Der Mangel an Vitamin C führt zur Seemannskrankeit Skorbut, somit kam Gimlette auf die Idee, Vorbeugung attraktiv zu gestalten: Man nehme nahezu reines Vitamin C (hier Limettensaft) und verdünne es – mit Gin. Der Rest ist Geschichte. 1928 wird Gimlet als Shortdrink genannt, wenn er Gin, einen Schuss Limette und Soda enthält. 1953 läßt Raymond Chandler in seinem Philip Marlowe “The Long Goodbye” andeuten, dass ein echter Gimlet halb und halb aus Gin und gesüßtem Limettensaft bestehe. Seit den 1990ern wird alternativ Gin durch Wodka ersetzt – auch Tequila oder Rum sind eine Wahl.

Zutaten:

  • Gin
  • Limettensaft
  • Eis

Die Mischungsverhältnisse können heutzutage jedoch beliebig ausprobiert werden, indem das Verhältnis von Gin und gesüßtem Limettensaft (gerührt) möglicherweise vier zu eins, drei zu eins, zwei zu eins ist. Zugaben von Sirup oder Eis sind möglich, jedoch nicht zwingend.

Der 1938 geborene amerikanische Autor Stuart Woods (der vorwiegend Romane im Zusammenhang mit der Seefahrt schreibt), erwähnt in einem seiner Werke das folgende Gimlet-Rezept (hier ganz bewusst nur sinngemäß und pragmatisch übersetzt auch unter Berücksichtigung der Mengenumrechnungen): Man ersetze die Menge einer Tasse in einer Flasche Wodka mit gesüßtem Limettensatz, fülle mit Wasser auf (um Eiskristalle zu ermöglichen), schüttle zwei Mal und deponiere die Flasche über Nacht im Gefrierfach. Am anderen Morgen in einem Martiniglas servieren, die Oberfläche wird ohne Verzögerung zufrieren. Auf diese Weise ist kein Shaker notwendig und der Cocktail wird nicht – wie etwa sonst möglich – verwässert – es wird so nicht einmal auffallen, ob man einen Billigwodka verwendet.

Tags: , ,

Hinterlasse eine Antwort