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Frozen Daiquiri – Cocktail

Samstag, 21. August 2010

Oftmals bleiben die tatsächlichen Vorgänge oder Ureignisse verborgen, wenn es darum geht, die authentische Entstehung eines Cocktails nachzuvollziehen. Da in diesem Zusammenhang dann hin und wieder Alternativversionen in den Umlauf geraten, kann nur vermutet werden. Dies ist hier auch der Fall: beim Drink, der allerorts heutzutage mit der Bezeichnung “Daiquiri” versehen wird. Ein kubanischer Strand in der Nähe von Santiago de Kuba, der sich nahe einem Eisenbergwerk befindet, wird so genannt.

Britische Seeleute haben das Grundrezept – braunen bzw. dunklen Rum, je nach Bedarf gesüßten Limettensaft und Wasser – schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts angewendet. Bergwerksarbeiter haben dann – um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert – dieses Rezept verfeinert: Zerstoßenes Eis, Rum, Limettensaft, ein Quäntchen Zucker – in dieser Zeit dann wurde der Name “Daiquiri” als Cocktailbezeichnung salonfähig. 1909 nahmen US-Soldaten in Kuba dies auf, um es in ihrem Heimatland weiterhin zu überliefern; insbesondere etablierte sich dieser Drink als “Kriegsüberbrückung”, weil Whisky- oder Wodkaboykotte nicht geeignet sind, die Verfügbarkeit zu schmälern. David A. Embury folglich nahm diesen Cocktail in sein Buch “The Art of Mixing Drinks” auf, in welchem er beabsichtigte, das Barkeeperwissen der Zeit für die Allgemeinheit verfügbar zu machen.

Zutaten Frozen Daiquiri:

  • weißer Rum
  • Rohrzucker-Sirup
  • Limettensaft
  • Eis

Es sind dies nun 5 cl weißer Rum; 0,5 cl Rohrzucker-Sirup und 2 cl Limettensaft, die mit Eis im Shaker zubereitet werden: Der “Frozen Daiquiri” unterscheidet sich lediglich und nur in dieser Weise darin, dass er mit zerstoßenem Eis im Mixer entsteht. Er gefriert und wird cremig – und kann noch die zusätzliche Geschmacksnote von Bananen-, Erdbeeren oder Mangosirup aufnehmen.

Zur Info: Das war der vorerst letzte Cocktail in unserer Cocktailkarte. Nun folgt eine Sommerpause!

Gimlet – Cocktail

Donnerstag, 22. April 2010

Sir Thomas Gimlette war ein britischer Marinearzt, der von 1879 bis 1913 diente. Der Mangel an Vitamin C führt zur Seemannskrankeit Skorbut, somit kam Gimlette auf die Idee, Vorbeugung attraktiv zu gestalten: Man nehme nahezu reines Vitamin C (hier Limettensaft) und verdünne es – mit Gin. Der Rest ist Geschichte. 1928 wird Gimlet als Shortdrink genannt, wenn er Gin, einen Schuss Limette und Soda enthält. 1953 läßt Raymond Chandler in seinem Philip Marlowe “The Long Goodbye” andeuten, dass ein echter Gimlet halb und halb aus Gin und gesüßtem Limettensaft bestehe. Seit den 1990ern wird alternativ Gin durch Wodka ersetzt – auch Tequila oder Rum sind eine Wahl.

Zutaten:

(Frozen) Margarita Cocktail

Mittwoch, 21. April 2010

Um die Entstehung des Cocktails mit dem Namen “Margarita” ranken sich einige Erklärungsversuche – einerseits wird er auf das Jahr 1934 zurückgeführt, als ein Barmixer in der mexikanischen Stadt Matamoros (Los Dos Republicas) für den weiblichen Gast Marguerite Hemery diesen Drin eigens komponierte. Andererseits kann es sein, dass dieser Drink zuerst ein Geschenk des Bräutigams Daniel Negrete an seine Schwägerin Margarita war. Von ihm wird gesagt, dass er im Jahre 1936 ein Drittel Tequila, ein Drittel Triple Sec und ein Drittel frisch gepressten Limettensaft verwandte und dann mit handzerstoßenem Eis servierte. Oder war es Enrique Bastate Gutierrez in den frühen Vierzigern, der diesen Drink zu Ehren von Rita Hayworth (mit bürgerlichem Namen Margarita Cansino) erfunden hatte? Interessant auch die Überlieferung, dass die Hotelbarmixerin Margaret Sames im Dezember 1948 es als Werbemaßnahme einführte, einen Cocktail nach sich selbst zu benennen (weiterlesen…)

Cosmopolitan – Cocktail

Montag, 19. April 2010

1934 erschien ein Buch, welches sich in die Reihe einer schriftlichen Bestandsaufnahme über Barmixerrezepte seiner Zeit einreihte: American Travelling Mixologists: Pioneers of Mixing Gin at Elite Bars 1903-1933. Hier wird erstmalig ein Shortdrink namens “Cosmopolitan” erwähnt: mit 4,4 cl Gin, 0,1 cl Cointreau (Likör), den Saft einer ganzen Zitrone, einen Teelöffel Himbeere, was zu schütteln war. Als Namen bzw. Orte der weiteren Geschichte dieses Drinks werden genannt: Provincetown (Massachusetts); Neal Murray (Minneapolis), 1975; John Caine (San Francisco); Cheryl Cook (South Beach, Florida), 1985/86; Toby Checchini (Odeon, Manhattan), 1987/88. In den 80er Jahren enthielt ein “Stealth Martini” ähnliche Komponenten wie auch der Kamikaze (Wodka, Zitronensaft, Cointreau) oder der Longdrink “Cape Codder” (Wodka, Limette, Preiselbeersaft). 1985 wurde dann die Wodka-Marke “Absolut Citron” in den USA eingeführt, der dann zur Grundlage des heutigen “Cosmopolitan” erklärt wurde (weiterlesen…)

DAIQUIRI – Cocktail

Freitag, 02. April 2010

Wie oft, wenn es nicht um feste historische Tatsachen geht, lassen sich nur gewisse Fakten aufzählen – derjenige, der dann diese logisch zusammensetzt, kommt dann zu bestimmten Schlüssen. Inwiefern diese dann nur so und nicht anders hergeleitet werden können, das bleibt offen. So auch beim Daiquiri. Fest steht, dass Daiquiri der Name eines Strandes bzw. einer (auf Eisenbergbau begründeten) Ansiedlung ist, die sich in der Nähe von Santiago de Kuba befindet. Fest steht auch, dass um die Mitte des 18. Jahrhunderts britische Seeleute Rum, versüßten Limettensaft und Wasser schon zu einem Drink mischten. Dass und wann ein Cocktail aus diesen Zutaten schließlich “Daiquiri” genannt wurde, geht aus einem Artikel des Miami Herald (1937) sowie aus privatem Schriftwechsel von J. F. Linthicum hervor. Letzterer gehörte zu den Bergwerksarbeitern bei Daiquiri, der 1898 schon oder auch 1905 an der Namensgebung des Drinks und beteiligt gewesen sein soll; dort sei auch das ursprüngliche Seemannsrezept deutlicher gefasst worden.

Zutaten Daiquiri:

  • Limettensaft
  • Rum
  • Zucker
  • Eis

Man nahm ein hohes Glas, zerstoßenes Eis, einen Teelöffel Zucker, Limettensaft und Rum. Dieses Grundrezept wurde von US-Soldaten ungefähr 1909 zurück in ihr Land genommen, beibehalten und während des 2. Weltkriegs mit größerer Popularität gepflegt, weil für diesen Drink weder Whisky noch Wodka notwendig waren – Roosevelt achtete auf Nachbarschaftspolitik mit Lateinamerika und sorgte hiermit überdies für eine gesellschaftliche Aufwertung. 1948 wird auch der Daiquiri in dem Buch “The Fine Art of Mixing Drinks” von David A. Embury, der lediglich laienhaft eine unterhaltsame Auflistung für den Privatgebrauch beabsichtigte.

Der Daiquiri besteht aus 5 cl weißem kubanischen Ruhm, 2 cl Limettensaft, 0,5 cl Rohrzucker-Sirup und dann mit Eis geschüttelt, wohingegen Frozen Daiquiris mit zerstoßenem Eis im Mixer zubereitet werden, sodass sie gefrieren und cremig werden. Hier gibt es auch Arten mit Fruchtsirup: der Mango-, Erdbeeren- oder Bananen-Daiquiri.

Long Island Ice Tea – Cocktail

Dienstag, 16. Februar 2010

In Long Island, New York, agierte ein Barkeeper kreativ: Die Bar “Oak Beach Inn“, im Stadtteil Babylon lernte den sogenannten “Long Island Ice(d) Tea” zuerst kennen, aus der Hand von Robert (Rosebud) Butt. Andere Quellen sagen anderes – und möglicherweise war es damals in den 1970ern auch tatsächlich der Fall, dass der Drink gleichzeitig von mehreren unabhängig oder zeitlich versetzt kreiert wurde. Doch Butts Rezept um einen hochprozentigen Mix (28 % Alkohol) scheint diesmal verbürgt.

Zutaten Long Island Ice Tea: (weiterlesen…)